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Illiquide Wertpapiere
Lösungen

Wir bieten institutionellen Zugang und strukturierte Bewertungsunterstützung für Wertpapiere, die nicht mehr aktiv gehandelt werden, über eine begrenzte Marktliquidität verfügen oder über konventionelle Börsenmechanismen schwer übertragbar geworden sind.

Analyse illiquider Wertpapiere
ÜBERBLICK

Illiquide Wertpapiere sind Finanzinstrumente, die ihre aktive Marktliquidität verloren haben oder über standardisierte Börsenkanäle nicht mehr effizient handelbar sind. Ursachen können Delistings, Handelsaussetzungen, Unternehmensrestrukturierungen, regulatorische Änderungen oder anhaltende Inaktivität an den Sekundärmärkten sein.

Auch wenn solche Wertpapiere aus Marktsicht häufig als inaktiv oder nicht performant wahrgenommen werden, bleiben sie rechtlich gültige Eigentumsanteile am zugrunde liegenden Emittenten. In vielen Fällen verkörpern sie weiterhin ein Exposure gegenüber Unternehmensvermögen, Restrukturierungsergebnissen, prozessualen Recoverys oder künftigen strategischen Transaktionen.

Unsere Aufgabe ist es, diese Positionen innerhalb eines strukturierten institutionellen Rahmens zu bewerten und zu ermitteln, ob potenzielle Recovery-Pfade, Interesse am Sekundärmarkt oder strategische Transaktionsmöglichkeiten bestehen.

DEFINITION

Was sind illiquide Wertpapiere?

Illiquide Wertpapiere sind Finanzinstrumente, die nicht ohne erhebliche Verzögerung, Abschläge oder den Rückgriff auf spezialisierte Transaktionskanäle verkauft oder übertragen werden können. Solche Situationen entstehen typischerweise, wenn:

  • Ein Unternehmen von einer öffentlichen Börse delisted wurde
  • Der Handel ausgesetzt oder eingestellt wurde
  • Market Maker keine aktiven Kurse mehr stellen
  • Das Wertpapier auf OTC- oder beschränkten Plattformen mit minimalem Volumen gehandelt wird
  • Der Emittent sich in Restrukturierungs- oder Insolvenzverfahren befindet
  • Regulatorische oder Compliance-Beschränkungen die Marktteilnahme einschränken

Unter solchen Umständen funktionieren herkömmliche Preisbildungsmechanismen möglicherweise nicht mehr wirksam, was zu Unsicherheit bei Bewertung und Liquidität führt.

Illiquidität bedeutet jedoch nicht automatisch einen Mangel an zugrunde liegendem Wert. Sie zeigt vielmehr, dass die konventionelle Handelsinfrastruktur für dieses spezifische Instrument nicht mehr funktioniert.

TYPEN IN UNSEREM FOKUS

Asset-Typen in unserem Fokus

Wir bewerten ein breites Spektrum illiquider Finanzinstrumente über mehrere Jurisdiktionen und Marktumfelder hinweg.

01

Delistete Wertpapiere

Aktieninstrumente, die von einer regulierten Börse entfernt wurden, aber als rechtliche Eigentumsanteile fortbestehen.

02

Ausgesetzte Wertpapiere

Wertpapiere mit vorübergehender oder verlängerter Handelsaussetzung aufgrund regulatorischer, finanzieller oder unternehmensbezogener Ereignisse.

03

Over-the-Counter-Wertpapiere

Instrumente, die an OTC-Märkten mit begrenzter Liquidität, Preistransparenz oder institutioneller Beteiligung gehandelt werden.

04

Beschränkte Wertpapiere

Bestände, die vertraglichen, regulatorischen oder Übertragungsbeschränkungen unterliegen, welche die Marktfähigkeit verringern.

05

Legacy-Aktienpositionen

Langfristige Bestände in Unternehmen, die keine aktive Marktpräsenz oder Investor-Coverage mehr aufweisen.

06

Grenzüberschreitende Wertpapiere

Im Ausland emittierte Instrumente mit eingeschränktem Zugang oder fragmentierter Sekundärmarktinfrastruktur.

URSACHEN

Warum Illiquidität entsteht

Illiquidität an den Wertpapiermärkten resultiert in der Regel aus strukturellen, regulatorischen oder unternehmensbezogenen Entwicklungen und nicht aus einer einzelnen isolierten Ursache. Häufige Treiber sind:

Unternehmensereignisse

Delistings, Fusionen, Übernahmen, Restrukturierungen oder Insolvenzen.

Veränderungen der Marktstruktur

Verlust der Börsennotierung, reduzierte Analysten-Coverage oder Rückzug von Market Makern.

Regulatorische Faktoren

Compliance-Probleme, Meldeverstöße oder jurisdiktionsbedingte Beschränkungen.

Schrumpfende Investorenbasis

Rückläufige institutionelle Beteiligung oder Rückzug von Privatanlegern.

Operative Einschränkungen

Übertragungsbeschränkungen, Verwahrungsprobleme oder Settlement-Ineffizienzen.

Zugrunde liegender Wert bleibt bestehen

Jeder Faktor beeinflusst die Marktzugänglichkeit, beseitigt jedoch nicht zwangsläufig den zugrunde liegenden Vermögenswert.

UNSER ANSATZ

Institutioneller Prüfungsrahmen

Unser Ansatz für illiquide Wertpapiere basiert auf strukturierter Analyse, Dokumentenprüfung und der Identifikation potenzieller Transaktionspfade.

01

Erstbeurteilung

Prüfung verfügbarer Wertpapierinformationen, Emittentendetails und Marktstatus.

02

Dokumentenprüfung

Analyse von Verwahrungsnachweisen, Aktionärsaufstellungen und relevanter Unternehmensdokumentation.

03

Analyse des Unternehmensstatus

Bewertung der Lage des Emittenten, einschließlich Restrukturierungsaktivitäten, Insolvenzverfahren oder strategischer Entwicklungen.

04

Bewertung der Marktfähigkeit

Beurteilung, ob Interesse am Sekundärmarkt oder institutionelle Nachfrage bestehen könnte.

05

Counterparty-Mapping

Identifikation potenzieller Investoren, Special-Situations-Fonds oder strategischer Käufer.

06

Prüfung der Transaktionsdurchführbarkeit

Bewertung möglicher Übertragungsstrukturen und Ausführungspfade.

PFADE

Potenzielle Transaktionspfade

Je nach Art des Vermögenswerts können illiquide Wertpapiere über mehrere mögliche Strukturen adressiert werden.

Sekundärmarkt-Übertragung

Direktverkauf zwischen bestehendem Inhaber und qualifizierter Counterparty.

Erwerb von Blockpositionen

Bündelung mehrerer Bestände zu einer größeren übertragbaren Position.

Teilnahme an Restrukturierungen

Beteiligung an Unternehmensrestrukturierungen oder Rekapitalisierungsprozessen.

Umwandlung in Forderungen

In bestimmten Insolvenzkontexten können Wertpapiere in Forderungen oder Recovery-Instrumente umgewandelt werden.

Strategischer Erwerb

Erwerb von Wertpapieren im Rahmen umfassenderer Transaktionen auf Unternehmens- oder Asset-Ebene.

Vorbehaltlich Bedingungen

Jeder Pfad unterliegt rechtlichen, regulatorischen und Counterparty-bezogenen Erwägungen.

INSTITUTIONELLES INTERESSE

Wer illiquide Wertpapiere erwirbt

Illiquide Wertpapiere sind vor allem für spezialisierte Marktteilnehmer interessant, die sich auf komplexe, notleidende oder nicht standardisierte Anlageklassen konzentrieren. Typische Counterparties sind:

Special-Situations-Fonds Distressed-Asset-Investoren Hedgefonds mit alternativen Strategien Private-Equity-Häuser Strategische Unternehmenskäufer Family Offices mit langem Horizont

Diese Investoren bewerten illiquide Wertpapiere typischerweise auf Basis des zugrunde liegenden Vermögenswerts, des Restrukturierungspotenzials oder der strategischen Positionierung – nicht anhand kurzfristiger Marktpreise.

WICHTIGE ASPEKTE

Wichtige Aspekte

Der Handel mit illiquiden Wertpapieren bringt spezifische Aspekte mit sich, die sich deutlich von traditionellen Aktienmärkten unterscheiden. Dazu können gehören:

  • Begrenzte Preistransparenz
  • Verlängerte Transaktionszeiträume
  • Jurisdiktionsbedingte Komplexität
  • Übertragungsbeschränkungen
  • Risiko von Unternehmensrestrukturierungen
  • Rechts- und Dokumentationsanforderungen

Dementsprechend erfordert jede Situation eine eigenständige Bewertung und kann nicht allein anhand von Marktbenchmarks verallgemeinert werden.

HÄUFIG GESTELLTE FRAGEN

Häufig gestellte Fragen

Haben illiquide Wertpapiere noch einen Wert?

In manchen Fällen können illiquide Wertpapiere – abhängig von den Umständen des Emittenten, den zugrunde liegenden Vermögenswerten, Restrukturierungsergebnissen oder möglichen strategischen Transaktionen – einen Wert behalten. Ein Ergebnis ist jedoch nicht garantiert, und jeder Fall muss individuell beurteilt werden.

Können illiquide Wertpapiere verkauft werden?

Ja, in der Regel jedoch nur über spezialisierte Sekundärmarktkanäle oder Direkttransaktionen mit qualifizierten Counterparties. Liquidität ist nicht garantiert und kann verlängerte Ausführungszeiträume erfordern.

Garantieren Sie Käufer für illiquide Wertpapiere?

Nein. Jede potenzielle Transaktion hängt vom Interesse der Counterparty, den Ergebnissen der Due Diligence und den vorherrschenden Marktbedingungen ab.

Welche Arten von Investoren kaufen illiquide Wertpapiere?

Typischerweise institutionelle Investoren, Special-Situations-Fonds, Hedgefonds, Private-Equity-Häuser und strategische Käufer.

Ist diese Dienstleistung regulierte Finanzberatung?

Kein Inhalt auf dieser Seite stellt eine Finanz-, Rechts- oder Anlageberatung dar. Alle Aktivitäten unterliegen den geltenden regulatorischen Anforderungen.

VERTRAULICHE PRÜFUNG

Reichen Sie Ihr illiquides Wertpapier
zur vertraulichen Prüfung ein

Wenn Sie Wertpapiere halten, die nicht mehr aktiv gehandelt werden, delistet wurden oder anderweitig über konventionelle Märkte schwer übertragbar sind, kann unser Team eine vertrauliche Erstbeurteilung durchführen.

Die Einreichung garantiert keine Bewertung, Liquidität oder Transaktionsausführung. Jeder Fall wird unabhängig auf Basis verfügbarer Informationen und Marktbedingungen geprüft.